Positive Entwicklung bei Lärm und Luft

Das Gesamtsystem Bypass verbessert tendenziell die Lärmbelastung und Luftqualität. Auf manchen offenen Strecken sinkt das Verkehrsaufkommen und damit auch der Lärm deutlich. Während der Bauzeit ist lokal mit zusätzlichen Immissionen zu rechnen.


Weniger Lärm dank Tunnel

Der Tunnel Bypass entlastet die heutige Autobahn zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens stark. Entsprechend sinken auch die Lärmimmissionen auf den offen geführten Abschnitten. Auch die verlängerte und überdeckte Grosshofbrücke reduziert den Lärm und erlaubt eine Neuentwicklung des umliegenden Quartiers.
 
Im Umfeld der meisten Autobahnabschnitte im Projektperimeter sinkt die Lärmbelastung nach Inbetriebnahme des Gesamtsystems Bypass Luzern dank Geschwindigkeitsreduktionen, lärmarmem Belag, lärmabsorbierenden Stützmauern sowie schalldämmende Tunnel- und Portalverkleidungen. Einzig bei 12 Gebäuden sind Massnahmen gegen Lärmimmissionen nötig. Das ASTRA wird diese Gebäude mit Schallschutzfenstern ausrüsten.
 
Durch den Ausbau der A14 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain wird der Verkehr von den Gemeinde- und Kantonstrassen bewusst auf die Autobahn zurückverlagert. Trotz dieser Umlagerungen bleiben die zusätzlichen Lärmimmissionen entlang der Autobahn – im Vergleich zur Situation ohne Bypass – unter einem Dezibel und somit für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar.


Weniger Stau – bessere Luft

Nach Inbetriebnahme des Gesamtsystems werden die Gebiete zwischen Buchrain und dem Südportal des Tunnels Bypass von Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) deutlich entlastet. Dies insbesondere wegen der Verkehrsverlagerung in den Tunnel Bypass und wegen der flüssigeren Verkehrssituation. Bezogen auf das Jahr 2040 gibt es mit dem Gesamtsystem Bypass keine höhere Feinstaubbelastung (PM10). Der vom Bundesrat gewollte Ersatz von Benzin- und Dieselfahrzeugen durch Elektrofahrzeuge wird die Luftqualität insgesamt verbessern.

Vergleich Betriebsphase – Bauphase

Die Betriebs- und die Bauphase haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Anwohnenden:



In der Betriebsphase profitieren zahlreichen Anwohnende zur Autobahn. Nämlich:

  • Verlagerung des Verkehrs von Gemeinde- und Kantonsstrassen zurück auf die Autobahn.
  • Zusätzliche Verbindungen für Velofahrende und Fussgängerinnen und Fussgänger.
  • Weniger Staustunden bedeutet bessere Luft.
  • Städtebauliche Aufwertung durch die neue Grosshofbrücke beim Anschluss Luzern-Kriens.
  • Entlastung für Wohnquartiere entlang Sonnenberg und Lochhof.

Während den rund 16 Jahre dauernden Bauarbeiten dürften manche Anwohnenden mit zeitweiligen Umleitungen und temporärem Baulärm konfrontiert werden. Mit Lärm verbundene Arbeiten sind unter anderem.

  • Tunnel-Ausbrucharbeiten
  • Materialbewirtschaftung, Güterumschlag
  • Rammen von Pfählen
  • Betrieb Betonanlage auf Installationsplatz Ibach
  • Abbrechen mit Bohr-, Druckluft- oder Hydraulikhammer
  • Transportverkehr, Lastwagen

Beim Bauen werden die entsprechenden Massnahmen gemäss Baulärm-Richtlinie des Bundesamts für Umwelt BAFU eingehalten.