• Gemeinsame Finanzierung der Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 in Luzern-Süd

    Gemeinsame Finanzierung der Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 in Luzern-Süd

    Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern und die Stadt Kriens haben sich darauf geeinigt, die Überdeckungen über die Autobahn A2 in Luzern-Süd umzusetzen und gemeinsam zu finanzieren. Ziel ist die Nutzung von Synergien mit dem Bau des Gesamtsystem Bypass Luzern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 186 Millionen Franken. Das ASTRA übernimmt die Bauherrschaft. Über die Beiträge des Kantons Luzern und der Stadt Kriens werden die Parlamente und im Herbst 2026 die Stimmbevölkerung entscheiden.

    Das Projekt N02/14 Gesamtsystem Bypass Luzern des Bundes sieht mehrere Teilprojekte vor, durch deren Realisierung der Engpass auf der Nationalstrasse A2/A14 im Grossraum Luzern beseitigt und die Funktionalität der Nationalstrasse sichergestellt werden soll. Vor diesem Hintergrund haben das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus und die Stadt Kriens gemeinsam den Umgang mit dem offenen Abschnitt der Autobahn A2 zwischen dem Südportal des Tunnels Sonnenberg und dem Nordportal des Tunnels Schlund untersucht. Die Nationalstrasse wirkt heute im Siedlungsgebiet von Kriens stark trennend.

    Breit abgestützter Prozess für eine gemeinsame Lösung
    Seit 2022 sind die Projektpartner in einem gemeinsamen Planungsprozess unterwegs, um zu klären, ob und wie eine Überdeckung der A2 möglich ist. Die Testplanung kam zum Ergebnis, dass Teilüberdeckungen statt einer Vollüberdeckung weiterverfolgt werden. Die Planungen wurden bis Ende 2025 weiter vertieft und die Machbarkeit grundsätzlich geklärt. Jetzt liegt das Entwicklungskonzept «Siedlungsverbindungen Luzern-Süd» vor und die Projektpartner haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen für die Aufwertung und einer teilweisen Überdeckung der Autobahn A2 geeinigt. Mit neuen Siedlungsverbindungen über die Autobahn soll die Trennwirkung der Autobahn A2 wesentlich verringert, die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht, der Lärmschutz sowie die Störfallvorsorge verbessert werden.


    Neue Flächen über der Autobahn schaffen Verbindung
    Der Raum Luzern-Süd ist ein gemeindeübergreifender Entwicklungsschwerpunkt des Kantons Luzern. Zahlreiche Entwicklungs- und Bauprojekte befinden sich in der Planung, im Bau oder konnten bereits realisiert werden. In den nächsten 20 Jahren werden auf einer Fläche von rund 1,7 Quadratkilometer schrittweise Wohnungen und Arbeitsplätze für 10‘000 bis 15‘000 Menschen geschaffen. Das Gebiet weist grosses Entwicklungspotenzial auf, insbesondere im Hinblick auf die Transformation von Verkehrsräumen und Randlagen zu urban integrierten Quartieren. Das gemeinsame räumliche Zielbild sieht vor, die Autobahn A2 teilweise zu überdecken und damit wichtige Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 hinweg zu schaffen.

    Die im Rahmen des Gesamtsystems Bypass Luzern geplanten Grosshofbrücken werden dazu um zwei weitere Bauwerke ergänzt: Mit der Überdeckung Arsenal zur Siedlungsverbindung Rösslimatt und der Verlängerung des Tunnels Schlund zur Siedlungsverbindung Chäppeliallmend. Der Tunnel Schlund soll dazu um 130 bis 150 Meter Richtung Norden verlängert werden, und die neue Überdeckung Arsenal soll auf 250 bis 300 Metern die Autobahn überdachen.

    Die Siedlungsverbindungen sollen als öffentliche Freiräume und Begegnungsflächen wesentlich zur Entwicklung von Luzern-Süd beitragen. Sie bieten wichtige Grünräume, neue Aufenthaltsorte und sorgen für einen Ausgleich zum dichtbesiedelten und stark verkehrlich genutzten Gebiet. Sie verbinden die Quartiere über die Autobahn hinweg. Ergänzenden zu den Siedlungsverbindungen sind Lärmschutzelemente, an die Autobahn angrenzende Hochbauten sowie begrünte Mauern und Aufschüttungen zur besseren Integration der Autobahn vorgesehen.

    Weiteres Vorgehen zwischen Bund, Kanton und Kriens vereinbart
    Die Kosten für das Vorhaben betragen gemäss aktueller Kostenschätzung insgesamt 186,54 Mio. Franken. Das ASTRA übernimmt 60 Prozent der Gesamtkosten (111,92 Mio. Fr.). Der Kantonsbeitrag umfasst 26 Prozent (48,5 Mio. Fr.) und der kommunale Beitrag 14 Prozent (26,12 Mio. Fr.). Auch künftig arbeiten Bund, Kanton Luzern und Stadt Kriens Hand in Hand. Sie haben eine gemeinsame Umsetzungsvereinbarung unterzeichnet, welche die Zusammenarbeit der Projektpartner regelt. Das ASTRA übernimmt die Bauherrschaft.

    Die beiden Schlüsselelemente – die Siedlungsverbindung Rösslimatt und Chäppeliallmend – sind unabhängig vom Gesamtsystem Bypass Luzern. Sie sollen jedoch nach Möglichkeit zeitgleich und in Koordination zum Bypass Luzern realisiert werden. Zudem sind sie wesentliche Elemente in Bezug auf das derzeit laufende Beschwerdeverfahren, mit dem sich die Stadt Kriens für eine Aufwertung des Stadtraums rund um die Autobahn A2 einsetzt. Die Stadt Kriens hat sich daher verpflichtet, nach Zustimmung durch die beiden Parlamente ihre Beschwerde zum Gesamtsystem Bypass Luzern zurückzuziehen.

    Volksabstimmungen in der Stadt Kriens und im Kanton Luzern
    Für den städtischen und kantonalen Finanzierungsbeitrag sind Volksabstimmungen erforderlich. Diese sollen, nach der Behandlung der Vorlagen in den jeweiligen Parlamenten, im Herbst 2026 stattfinden. Die städtische Abstimmung ist im September vorgesehen, die kantonale im November.
    Die weiteren Planungsschritte für die Siedlungsverbindungen dürften rund zehn Jahre dauern. Die Gesamtbauzeit der Verlängerung des Tunnels Schlund sowie der Überdeckung Arsenal wird nach aktuellem Wissensstand auf vier Jahre geschätzt und soll möglichst gleichzeitig zum Gesamtsystem Bypass Luzern erfolgen. Die Projektpartner rechnen mit der Realisierung ab 2037.

    Anhang

    Projektwebsite: ueberdeckung-a2-luzernsued.lu.ch
    (Fotos von der Unterzeichnung werden im Verlauf des Nachmittags online zur Verfügung gestellt.)

    Kontakt für Koordination Medienanfragen
    Joana Büchler
    Fachspezialistin Kommunikation
    Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
    medien.buwd@lu.ch
    Telefon 041 228 85 06

  • Teilüberdeckungen Autobahn in Kriens

    Teilüberdeckungen Autobahn in Kriens

    Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens und der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus wollen die Autobahn in Kriens teilweise überdecken. Vorgesehen sind:

    • Verlängerung Tunnel Schlund: Der Tunnel Schlund wird um 130 m bis 150 m nach Norden verlängert. Das heute durch die Autobahn getrennte Siedlungsgebiet Chäppeliallmend kann so verbunden werden.
    • Überdeckung Arsenal: Im Gebiet Arsenal ist auf einer Länge von 250 m bis 300 m eine Überdeckung geplant. Sie verbindet das Siedlungsgebiet Rösslimatt.

    Mit den Siedlungsverbindungen – öffentliche Freiräume und Begegnungsflächen über der Autobahn – sollen die Trennwirkung der Autobahn A2 verringert, die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht, der Lärmschutz sowie die Störfallvorsorge verbessert werden.

    Die Überdeckungen kosten gemäss aktueller Schätzung rund 186 Mio. Franken. Das ASTRA übernimmt 60 Prozent der Kosten (rund 112 Mio. Franken). Das entspricht dem rechtlich möglichen Maximum. Der Beitrag des Kantons Luzern beläuft sich auf 26 Prozent (rund 48 Mio. Franken), der Beitrag von Kriens auf 14 Prozent (rund 26 Mio. Franken). Für die Finanzierungsbeiträge von Kanton Luzern und Stadt Kriens sind Volksabstimmungen nötig. Die Abstimmung in Kriens ist für September 2026 vorgesehen, die Abstimmung im Kanton Luzern für November 2026.

    Die weiteren Planungsschritte dürften rund zehn Jahre dauern. Die Bauzeit wird aktuell auf vier Jahre geschätzt und soll möglichst gleichzeitig zum Gesamtsystem Bypass Luzern erfolgen. Das ASTRA übernimmt die Bauherrschaft.

    Link auf Testplanung Kanton Luzern und Stadt Kriens:

  • Immer mehr Staustunden

    Immer mehr Staustunden

    Auf den Autobahnen im Raum Luzern gibt es immer mehr Staus.

    In Richtung Chiasso und Interlaken staute sich der Verkehr 2024 auf der A14 zwischen Buchrain und der Verzweigung Rotsee je nach Ort der Messung zwischen 900 und über 1000 Stunden, auf der A2 im Tunnel Reussport über 300 Stunden. Die Staustunden haben an einzelnen Stellen gegenüber 2023 stark zugenommen – zwischen 30 und 50 Prozent.

    Auch in Richtung Bern, Basel und Zug stiegen die Stauzahlen. An verschiedenen Messstellen gabs 2024 gegenüber dem Vorjahr 40 bis 70 Prozent mehr Staustunden.

    Staustunden 2022 bis 2024 im Raum Luzern

  • Die geplanten Überdeckungen der A2 in Luzern-Süd werden konkreter

    Die geplanten Überdeckungen der A2 in Luzern-Süd werden konkreter

    23.09.2025 | Medienmitteilung

    Die Planungen für Überdeckungen der A2 in Luzern-Süd konkretisieren sich zunehmend. Die
    Projektpartner – das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens
    und der Regionale Entwicklungsträger LuzernPlus – präsentieren am Blick in die Werkstatt
    den aktuellen Planungsstand. Die Bevölkerung kann die Absichten zur Integration der
    Autobahn A2 in Kriens erstmals am Stadtmodell studieren.

    Die Autobahn A2 führt dem Vierwaldstättersee am Fusse des Pilatus entlang. Sie gilt als die
    wichtigste Korridor-Strassenverbindung durch die Schweizer Alpen. Im Rahmen des Projekts
    «N02/14 Gesamtsystem Bypass Luzern» erhalten die Grosshofbrücken in Kriens ein Dach und
    werden so den Tunnel Sonnberg verlängern. Gemäss den vorliegenden Planungen soll der Tunnel Schlund ebenfalls verlängert werden und die offene Autobahn dazwischen eine weitere
    Überdeckung erhalten. Damit wollen das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus und die Stadt Kriens die Integration der Autobahn A2 in Luzern-Süd verbessern und für die Zukunft bereit machen.

    Entwicklungsschwerpunkt Luzern-Süd soll Wachstum aufnehmen
    2012 wurde die Zentralbahn-Strecke zwischen dem Bahnhof Luzern und Kriens Mattenhof
    stillgelegt und durch einen neuen Doppelspurtunnel ersetzt. Dies war der Auftakt für den Kanton, die Stadt Kriens, die Gemeinde Horw und die Stadt Luzern, im Süden der Agglomeration die Transformation von Luzern-Süd zu einem urbanen, kreativen und nachhaltigen Lebensraum zu starten. Die Entwicklung von Luzern-Süd schafft dringend benötigten Wohn- und Arbeitsraum für den Kanton Luzern. Dies zeigen auch die neusten Bevölkerungsszenarien des Bundes, die zeigen,dass der Kanton Luzern in den nächsten dreissig Jahren stark wachsen wird. Daher sind der Kantonund die weiteren Beteiligten bestrebt, für die Entwicklungen im Krienser Talboden weiterhin gute Bedingungen zu schaffen und das Wachstum gezielt zu bündeln.

    Planungen für Überdeckung der Autobahn A2
    Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens und der regionale
    Entwicklungsträger LuzernPlus haben sich 2021 auf ein gemeinsames Vorgehen im
    Zusammenhang mit der Aufwertung und einer vollständigen oder teilweisen Überdeckung der
    Autobahn A2 im Abschnitt Anschluss Luzern-Kriens bis Nordportal Tunnel Schlund geeinigt. Die Nationalstrasse wirkt heute im Gebiet von Kriens stark trennend. Mit neuen
    Siedlungsverbindungen über die Autobahn soll die Trennwirkung wesentlich verringert, die
    Siedlungsentwicklung nach Innen ermöglicht und der Lärmschutz sowie die Störfallvorsorge
    verbessert werden.

    Gezielte Ergänzung der bestehenden Infrastruktur geplant
    Nun liegt der Entwurf für das räumliche Zielbild vor. Die Projektpartner geben am Montag, 22.
    September, und am Mittwoch, 24. September, Einblick in den fortgeschrittenen Planungsstand. Die Bevölkerung kann die Absichten zur Integration der Autobahn A2 in Kriens erstmals am
    Stadtmodell studieren. Der Tunnel Schlund soll um 130 bis 150 m verlängert werden, die neue
    Überdeckung Arsenal soll auf 250 bis 300 m die Autobahn überdachen. Während das Dach der
    Grosshofbrücken vor allem den Anwohnerinnen und Anwohnern am Sonnenberg als Lärmschutz dient, sollen die beiden geplanten Ergänzungen den Krienser Talboden wieder zusammenwachsen lassen. Dazu eignen sich am besten die Erweiterung der bestehenden Übergänge Arsenalstrasse und Horwerstrasse. Gemäss den technischen Abklärungen ist der Bau der beiden Überdeckungen aufgrund des schwierigen Baugrundes aufwändig, aber machbar. Die weiteren Planungsschritte dürften rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Die Gesamtbauzeit wird auf vier Jahre geschätzt. Die Projektpartner prüfen derzeit, ob das Vorhaben unter Nutzung der Synergien gleichzeitig zum Bypass Luzern erstellt werden könnte.

    Kommunikation der weiteren Schritte im 1. Quartal 2026
    Das Bundesamt für Strassen (ASTRA), der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger
    LuzernPlus und die Stadt Kriens klären zurzeit die Rahmenbedingungen für Realisierung der
    Überdeckungen. Dies betrifft insbesondere die Kosten und die Finanzierung, die Organisation und den Terminplan. Eine Massnahmenagenda als strategisches Umsetzungsinstrument ist in Arbeit. Diese wird konkreten Schritte zur Erreichung des räumlichen Zielbilds festhalten. Die
    Projektpartner werden im ersten Quartal 2026 zum weiteren Vorgehen öffentlich informieren.

    Anhang
    Projektwebsite: ueberdeckung-a2-luzernsued.lu.ch

    Bildmaterial vom Blick in die Werkstatt kann hier heruntergeladen werden.

    Kontakt und Koordination von Anfragen
    Joana Büchler, Fachspezialistin Kommunikation
    Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
    medien.buwd@lu.ch
    Telefon 041 228 85 06