23.09.2025 | Medienmitteilung
Die Planungen für Überdeckungen der A2 in Luzern-Süd konkretisieren sich zunehmend. Die
Projektpartner – das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens
und der Regionale Entwicklungsträger LuzernPlus – präsentieren am Blick in die Werkstatt
den aktuellen Planungsstand. Die Bevölkerung kann die Absichten zur Integration der
Autobahn A2 in Kriens erstmals am Stadtmodell studieren.
Die Autobahn A2 führt dem Vierwaldstättersee am Fusse des Pilatus entlang. Sie gilt als die
wichtigste Korridor-Strassenverbindung durch die Schweizer Alpen. Im Rahmen des Projekts
«N02/14 Gesamtsystem Bypass Luzern» erhalten die Grosshofbrücken in Kriens ein Dach und
werden so den Tunnel Sonnberg verlängern. Gemäss den vorliegenden Planungen soll der Tunnel Schlund ebenfalls verlängert werden und die offene Autobahn dazwischen eine weitere
Überdeckung erhalten. Damit wollen das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus und die Stadt Kriens die Integration der Autobahn A2 in Luzern-Süd verbessern und für die Zukunft bereit machen.
Entwicklungsschwerpunkt Luzern-Süd soll Wachstum aufnehmen
2012 wurde die Zentralbahn-Strecke zwischen dem Bahnhof Luzern und Kriens Mattenhof
stillgelegt und durch einen neuen Doppelspurtunnel ersetzt. Dies war der Auftakt für den Kanton, die Stadt Kriens, die Gemeinde Horw und die Stadt Luzern, im Süden der Agglomeration die Transformation von Luzern-Süd zu einem urbanen, kreativen und nachhaltigen Lebensraum zu starten. Die Entwicklung von Luzern-Süd schafft dringend benötigten Wohn- und Arbeitsraum für den Kanton Luzern. Dies zeigen auch die neusten Bevölkerungsszenarien des Bundes, die zeigen,dass der Kanton Luzern in den nächsten dreissig Jahren stark wachsen wird. Daher sind der Kantonund die weiteren Beteiligten bestrebt, für die Entwicklungen im Krienser Talboden weiterhin gute Bedingungen zu schaffen und das Wachstum gezielt zu bündeln.
Planungen für Überdeckung der Autobahn A2
Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens und der regionale
Entwicklungsträger LuzernPlus haben sich 2021 auf ein gemeinsames Vorgehen im
Zusammenhang mit der Aufwertung und einer vollständigen oder teilweisen Überdeckung der
Autobahn A2 im Abschnitt Anschluss Luzern-Kriens bis Nordportal Tunnel Schlund geeinigt. Die Nationalstrasse wirkt heute im Gebiet von Kriens stark trennend. Mit neuen
Siedlungsverbindungen über die Autobahn soll die Trennwirkung wesentlich verringert, die
Siedlungsentwicklung nach Innen ermöglicht und der Lärmschutz sowie die Störfallvorsorge
verbessert werden.
Gezielte Ergänzung der bestehenden Infrastruktur geplant
Nun liegt der Entwurf für das räumliche Zielbild vor. Die Projektpartner geben am Montag, 22.
September, und am Mittwoch, 24. September, Einblick in den fortgeschrittenen Planungsstand. Die Bevölkerung kann die Absichten zur Integration der Autobahn A2 in Kriens erstmals am
Stadtmodell studieren. Der Tunnel Schlund soll um 130 bis 150 m verlängert werden, die neue
Überdeckung Arsenal soll auf 250 bis 300 m die Autobahn überdachen. Während das Dach der
Grosshofbrücken vor allem den Anwohnerinnen und Anwohnern am Sonnenberg als Lärmschutz dient, sollen die beiden geplanten Ergänzungen den Krienser Talboden wieder zusammenwachsen lassen. Dazu eignen sich am besten die Erweiterung der bestehenden Übergänge Arsenalstrasse und Horwerstrasse. Gemäss den technischen Abklärungen ist der Bau der beiden Überdeckungen aufgrund des schwierigen Baugrundes aufwändig, aber machbar. Die weiteren Planungsschritte dürften rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Die Gesamtbauzeit wird auf vier Jahre geschätzt. Die Projektpartner prüfen derzeit, ob das Vorhaben unter Nutzung der Synergien gleichzeitig zum Bypass Luzern erstellt werden könnte.
Kommunikation der weiteren Schritte im 1. Quartal 2026
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA), der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger
LuzernPlus und die Stadt Kriens klären zurzeit die Rahmenbedingungen für Realisierung der
Überdeckungen. Dies betrifft insbesondere die Kosten und die Finanzierung, die Organisation und den Terminplan. Eine Massnahmenagenda als strategisches Umsetzungsinstrument ist in Arbeit. Diese wird konkreten Schritte zur Erreichung des räumlichen Zielbilds festhalten. Die
Projektpartner werden im ersten Quartal 2026 zum weiteren Vorgehen öffentlich informieren.
Anhang
Projektwebsite: ueberdeckung-a2-luzernsued.lu.ch
Bildmaterial vom Blick in die Werkstatt kann hier heruntergeladen werden.
Kontakt und Koordination von Anfragen
Joana Büchler, Fachspezialistin Kommunikation
Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
medien.buwd@lu.ch
Telefon 041 228 85 06