Der Einwohnerrat Kriens (Parlament) hat sich mit 25 Ja gegen 0 Nein bei 4 Enthaltungen für den Sonderkredit für die beiden Überdachungen der Autobahn A2 in Kriens ausgesprochen. Die Bevölkerung entscheidet im September 2024.
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Gemeinsame Finanzierung der Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 in Luzern-Süd

Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern und die Stadt Kriens haben sich darauf geeinigt, die Überdeckungen über die Autobahn A2 in Luzern-Süd umzusetzen und gemeinsam zu finanzieren. Ziel ist die Nutzung von Synergien mit dem Bau des Gesamtsystem Bypass Luzern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 186 Millionen Franken. Das ASTRA übernimmt die Bauherrschaft. Über die Beiträge des Kantons Luzern und der Stadt Kriens werden die Parlamente und im Herbst 2026 die Stimmbevölkerung entscheiden.
Das Projekt N02/14 Gesamtsystem Bypass Luzern des Bundes sieht mehrere Teilprojekte vor, durch deren Realisierung der Engpass auf der Nationalstrasse A2/A14 im Grossraum Luzern beseitigt und die Funktionalität der Nationalstrasse sichergestellt werden soll. Vor diesem Hintergrund haben das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus und die Stadt Kriens gemeinsam den Umgang mit dem offenen Abschnitt der Autobahn A2 zwischen dem Südportal des Tunnels Sonnenberg und dem Nordportal des Tunnels Schlund untersucht. Die Nationalstrasse wirkt heute im Siedlungsgebiet von Kriens stark trennend.
Breit abgestützter Prozess für eine gemeinsame Lösung
Seit 2022 sind die Projektpartner in einem gemeinsamen Planungsprozess unterwegs, um zu klären, ob und wie eine Überdeckung der A2 möglich ist. Die Testplanung kam zum Ergebnis, dass Teilüberdeckungen statt einer Vollüberdeckung weiterverfolgt werden. Die Planungen wurden bis Ende 2025 weiter vertieft und die Machbarkeit grundsätzlich geklärt. Jetzt liegt das Entwicklungskonzept «Siedlungsverbindungen Luzern-Süd» vor und die Projektpartner haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen für die Aufwertung und einer teilweisen Überdeckung der Autobahn A2 geeinigt. Mit neuen Siedlungsverbindungen über die Autobahn soll die Trennwirkung der Autobahn A2 wesentlich verringert, die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht, der Lärmschutz sowie die Störfallvorsorge verbessert werden.
Neue Flächen über der Autobahn schaffen Verbindung
Der Raum Luzern-Süd ist ein gemeindeübergreifender Entwicklungsschwerpunkt des Kantons Luzern. Zahlreiche Entwicklungs- und Bauprojekte befinden sich in der Planung, im Bau oder konnten bereits realisiert werden. In den nächsten 20 Jahren werden auf einer Fläche von rund 1,7 Quadratkilometer schrittweise Wohnungen und Arbeitsplätze für 10‘000 bis 15‘000 Menschen geschaffen. Das Gebiet weist grosses Entwicklungspotenzial auf, insbesondere im Hinblick auf die Transformation von Verkehrsräumen und Randlagen zu urban integrierten Quartieren. Das gemeinsame räumliche Zielbild sieht vor, die Autobahn A2 teilweise zu überdecken und damit wichtige Siedlungsverbindungen über die Autobahn A2 hinweg zu schaffen.Die im Rahmen des Gesamtsystems Bypass Luzern geplanten Grosshofbrücken werden dazu um zwei weitere Bauwerke ergänzt: Mit der Überdeckung Arsenal zur Siedlungsverbindung Rösslimatt und der Verlängerung des Tunnels Schlund zur Siedlungsverbindung Chäppeliallmend. Der Tunnel Schlund soll dazu um 130 bis 150 Meter Richtung Norden verlängert werden, und die neue Überdeckung Arsenal soll auf 250 bis 300 Metern die Autobahn überdachen.

Geplante Siedlungsverbindungen mit Überdeckung der Autobahn A2 in Luzern-Süd Die Siedlungsverbindungen sollen als öffentliche Freiräume und Begegnungsflächen wesentlich zur Entwicklung von Luzern-Süd beitragen. Sie bieten wichtige Grünräume, neue Aufenthaltsorte und sorgen für einen Ausgleich zum dichtbesiedelten und stark verkehrlich genutzten Gebiet. Sie verbinden die Quartiere über die Autobahn hinweg. Ergänzenden zu den Siedlungsverbindungen sind Lärmschutzelemente, an die Autobahn angrenzende Hochbauten sowie begrünte Mauern und Aufschüttungen zur besseren Integration der Autobahn vorgesehen.
Weiteres Vorgehen zwischen Bund, Kanton und Kriens vereinbart
Die Kosten für das Vorhaben betragen gemäss aktueller Kostenschätzung insgesamt 186,54 Mio. Franken. Das ASTRA übernimmt 60 Prozent der Gesamtkosten (111,92 Mio. Fr.). Der Kantonsbeitrag umfasst 26 Prozent (48,5 Mio. Fr.) und der kommunale Beitrag 14 Prozent (26,12 Mio. Fr.). Auch künftig arbeiten Bund, Kanton Luzern und Stadt Kriens Hand in Hand. Sie haben eine gemeinsame Umsetzungsvereinbarung unterzeichnet, welche die Zusammenarbeit der Projektpartner regelt. Das ASTRA übernimmt die Bauherrschaft.Die beiden Schlüsselelemente – die Siedlungsverbindung Rösslimatt und Chäppeliallmend – sind unabhängig vom Gesamtsystem Bypass Luzern. Sie sollen jedoch nach Möglichkeit zeitgleich und in Koordination zum Bypass Luzern realisiert werden. Zudem sind sie wesentliche Elemente in Bezug auf das derzeit laufende Beschwerdeverfahren, mit dem sich die Stadt Kriens für eine Aufwertung des Stadtraums rund um die Autobahn A2 einsetzt. Die Stadt Kriens hat sich daher verpflichtet, nach Zustimmung durch die beiden Parlamente ihre Beschwerde zum Gesamtsystem Bypass Luzern zurückzuziehen.
Volksabstimmungen in der Stadt Kriens und im Kanton Luzern
Für den städtischen und kantonalen Finanzierungsbeitrag sind Volksabstimmungen erforderlich. Diese sollen, nach der Behandlung der Vorlagen in den jeweiligen Parlamenten, im Herbst 2026 stattfinden. Die städtische Abstimmung ist im September vorgesehen, die kantonale im November.
Die weiteren Planungsschritte für die Siedlungsverbindungen dürften rund zehn Jahre dauern. Die Gesamtbauzeit der Verlängerung des Tunnels Schlund sowie der Überdeckung Arsenal wird nach aktuellem Wissensstand auf vier Jahre geschätzt und soll möglichst gleichzeitig zum Gesamtsystem Bypass Luzern erfolgen. Die Projektpartner rechnen mit der Realisierung ab 2037.Anhang
Projektwebsite: ueberdeckung-a2-luzernsued.lu.ch
(Fotos von der Unterzeichnung werden im Verlauf des Nachmittags online zur Verfügung gestellt.)Kontakt für Koordination Medienanfragen
Joana Büchler
Fachspezialistin Kommunikation
Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
medien.buwd@lu.ch
Telefon 041 228 85 06 -
Teilüberdeckungen Autobahn in Kriens

Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens und der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus wollen die Autobahn in Kriens teilweise überdecken. Vorgesehen sind:
- Verlängerung Tunnel Schlund: Der Tunnel Schlund wird um 130 m bis 150 m nach Norden verlängert. Das heute durch die Autobahn getrennte Siedlungsgebiet Chäppeliallmend kann so verbunden werden.
- Überdeckung Arsenal: Im Gebiet Arsenal ist auf einer Länge von 250 m bis 300 m eine Überdeckung geplant. Sie verbindet das Siedlungsgebiet Rösslimatt.

Blick nach Süden: Unten die verlängerte und überdachte Grosshofbrücke, in der Mitte die Überdeckung Arsenal und oben die Verlängerung des Tunnels Schlund (Quelle: Landschaftsmodell Kanton Luzern) 
Blick nach Norden: Unten die Verlängerung des Tunnels Schlund, in der Mitte die Überdeckung Arsenal und oben die überdachte Grosshofbrücke. (Quelle: Landschaftsmodell Kanton Luzern) Mit den Siedlungsverbindungen – öffentliche Freiräume und Begegnungsflächen über der Autobahn – sollen die Trennwirkung der Autobahn A2 verringert, die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht, der Lärmschutz sowie die Störfallvorsorge verbessert werden.
Die Überdeckungen kosten gemäss aktueller Schätzung rund 186 Mio. Franken. Das ASTRA übernimmt 60 Prozent der Kosten (rund 112 Mio. Franken). Das entspricht dem rechtlich möglichen Maximum. Der Beitrag des Kantons Luzern beläuft sich auf 26 Prozent (rund 48 Mio. Franken), der Beitrag von Kriens auf 14 Prozent (rund 26 Mio. Franken). Für die Finanzierungsbeiträge von Kanton Luzern und Stadt Kriens sind Volksabstimmungen nötig. Die Abstimmung in Kriens ist für September 2026 vorgesehen, die Abstimmung im Kanton Luzern für November 2026.
Die weiteren Planungsschritte dürften rund zehn Jahre dauern. Die Bauzeit wird aktuell auf vier Jahre geschätzt und soll möglichst gleichzeitig zum Gesamtsystem Bypass Luzern erfolgen. Das ASTRA übernimmt die Bauherrschaft.

Die Verlängerung des Tunnels Schlund schafft die Siedlungsverbindung Chäppeliallmend, die Überdeckung Arsenal die Siedlungsverbindung Rösslimatt. (Quelle: Atelier Corso, KCAP, S2L) Die Überdeckungen schaffen neue Siedlungsverbindungen über die Autobahn hinweg. Mit der Überdeckung Arsenal entsteht die Siedlungsverbindung Rösslimatt. Sie verknüpft die im Umfeld konzentrierten öffentlichen Nutzungen miteinander und schafft damit einen neuen Nutzungsschwerpunkt von regionaler Ausstrahlung.
In Sichtdistanz zum Mattenhof wird ein bislang fehlendes städtebauliches Puzzleteil ergänzt. Die Verlängerung des Tunnels Schlund ermöglicht die Siedlungsverbindung Chäppeliallmend zwischen dem Mattenhof und dem Ortskern von Kriens.
Weitere Informationen:
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Immer mehr Staustunden

Auf den Autobahnen im Raum Luzern gibt es immer mehr Staus.
In Richtung Chiasso und Interlaken staute sich der Verkehr 2024 auf der A14 zwischen Buchrain und der Verzweigung Rotsee je nach Ort der Messung zwischen 900 und über 1000 Stunden, auf der A2 im Tunnel Reussport über 300 Stunden. Die Staustunden haben an einzelnen Stellen gegenüber 2023 stark zugenommen – zwischen 30 und 50 Prozent.
Auch in Richtung Bern, Basel und Zug stiegen die Stauzahlen. An verschiedenen Messstellen gabs 2024 gegenüber dem Vorjahr 40 bis 70 Prozent mehr Staustunden.
Staustunden 2022 bis 2024 im Raum Luzern

(Quelle: ASTRA, Statistik Verkehrsentwicklung und Verkehrsfluss, Juni 2025) -
Die geplanten Überdeckungen der A2 in Luzern-Süd werden konkreter

23.09.2025 | Medienmitteilung
Die Planungen für Überdeckungen der A2 in Luzern-Süd konkretisieren sich zunehmend. Die
Projektpartner – das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens
und der Regionale Entwicklungsträger LuzernPlus – präsentieren am Blick in die Werkstatt
den aktuellen Planungsstand. Die Bevölkerung kann die Absichten zur Integration der
Autobahn A2 in Kriens erstmals am Stadtmodell studieren.Die Autobahn A2 führt dem Vierwaldstättersee am Fusse des Pilatus entlang. Sie gilt als die
wichtigste Korridor-Strassenverbindung durch die Schweizer Alpen. Im Rahmen des Projekts
«N02/14 Gesamtsystem Bypass Luzern» erhalten die Grosshofbrücken in Kriens ein Dach und
werden so den Tunnel Sonnberg verlängern. Gemäss den vorliegenden Planungen soll der Tunnel Schlund ebenfalls verlängert werden und die offene Autobahn dazwischen eine weitere
Überdeckung erhalten. Damit wollen das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus und die Stadt Kriens die Integration der Autobahn A2 in Luzern-Süd verbessern und für die Zukunft bereit machen.Entwicklungsschwerpunkt Luzern-Süd soll Wachstum aufnehmen
2012 wurde die Zentralbahn-Strecke zwischen dem Bahnhof Luzern und Kriens Mattenhof
stillgelegt und durch einen neuen Doppelspurtunnel ersetzt. Dies war der Auftakt für den Kanton, die Stadt Kriens, die Gemeinde Horw und die Stadt Luzern, im Süden der Agglomeration die Transformation von Luzern-Süd zu einem urbanen, kreativen und nachhaltigen Lebensraum zu starten. Die Entwicklung von Luzern-Süd schafft dringend benötigten Wohn- und Arbeitsraum für den Kanton Luzern. Dies zeigen auch die neusten Bevölkerungsszenarien des Bundes, die zeigen,dass der Kanton Luzern in den nächsten dreissig Jahren stark wachsen wird. Daher sind der Kantonund die weiteren Beteiligten bestrebt, für die Entwicklungen im Krienser Talboden weiterhin gute Bedingungen zu schaffen und das Wachstum gezielt zu bündeln.Planungen für Überdeckung der Autobahn A2
Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens und der regionale
Entwicklungsträger LuzernPlus haben sich 2021 auf ein gemeinsames Vorgehen im
Zusammenhang mit der Aufwertung und einer vollständigen oder teilweisen Überdeckung der
Autobahn A2 im Abschnitt Anschluss Luzern-Kriens bis Nordportal Tunnel Schlund geeinigt. Die Nationalstrasse wirkt heute im Gebiet von Kriens stark trennend. Mit neuen
Siedlungsverbindungen über die Autobahn soll die Trennwirkung wesentlich verringert, die
Siedlungsentwicklung nach Innen ermöglicht und der Lärmschutz sowie die Störfallvorsorge
verbessert werden.Gezielte Ergänzung der bestehenden Infrastruktur geplant
Nun liegt der Entwurf für das räumliche Zielbild vor. Die Projektpartner geben am Montag, 22.
September, und am Mittwoch, 24. September, Einblick in den fortgeschrittenen Planungsstand. Die Bevölkerung kann die Absichten zur Integration der Autobahn A2 in Kriens erstmals am
Stadtmodell studieren. Der Tunnel Schlund soll um 130 bis 150 m verlängert werden, die neue
Überdeckung Arsenal soll auf 250 bis 300 m die Autobahn überdachen. Während das Dach der
Grosshofbrücken vor allem den Anwohnerinnen und Anwohnern am Sonnenberg als Lärmschutz dient, sollen die beiden geplanten Ergänzungen den Krienser Talboden wieder zusammenwachsen lassen. Dazu eignen sich am besten die Erweiterung der bestehenden Übergänge Arsenalstrasse und Horwerstrasse. Gemäss den technischen Abklärungen ist der Bau der beiden Überdeckungen aufgrund des schwierigen Baugrundes aufwändig, aber machbar. Die weiteren Planungsschritte dürften rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Die Gesamtbauzeit wird auf vier Jahre geschätzt. Die Projektpartner prüfen derzeit, ob das Vorhaben unter Nutzung der Synergien gleichzeitig zum Bypass Luzern erstellt werden könnte.Kommunikation der weiteren Schritte im 1. Quartal 2026
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA), der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger
LuzernPlus und die Stadt Kriens klären zurzeit die Rahmenbedingungen für Realisierung der
Überdeckungen. Dies betrifft insbesondere die Kosten und die Finanzierung, die Organisation und den Terminplan. Eine Massnahmenagenda als strategisches Umsetzungsinstrument ist in Arbeit. Diese wird konkreten Schritte zur Erreichung des räumlichen Zielbilds festhalten. Die
Projektpartner werden im ersten Quartal 2026 zum weiteren Vorgehen öffentlich informieren.Anhang
Projektwebsite: ueberdeckung-a2-luzernsued.lu.chBildmaterial vom Blick in die Werkstatt kann hier heruntergeladen werden.
Kontakt und Koordination von Anfragen
Joana Büchler, Fachspezialistin Kommunikation
Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
medien.buwd@lu.ch
Telefon 041 228 85 06 -
Blick in die Werkstatt: Überdeckung

28.08.2025 | Blick in die Werkstatt III: 22. und 24. September 2025
Am Montag, 22. September 2025, und Mittwoch, 24. September 2025, gibt es weitere Einblicke in die Werkstatt zu den Teilüberdeckungen der Autobahn A2.
Der Blick in die Werkstatt findet an der Obernauerstrasse 1 im Schappe Kulturquadrat in Kriens statt.
Die städtebaulichen Vertiefungsstudien zu den Räumen Luzernerstrasse/Grosshof, Arsenal/Südpol, Schlund/Horwerstrasse sowie die Machbarkeitsstudie zur Autobahn A2 im Abschnitt Anschluss LuzernKriens bis Tunnel Schlund sind abgeschlossen. Pro Datum stehen zwei geführte Rundgänge zur Verfügung. -
Überdeckung A2 Luzern-Süd: Einladung Blick in die Werkstatt

16.11.2024 | Überdeckung A2 Luzern-Süd: Blick in die Werkstatt
Mit den im Rahmen der Testplanung entwickelten Visionen soll ein konkretes Projekt erarbeitet werden. Am Samstag, 16.11.2024, gewährten die beteiligten Architekten- und Planungsteams einen Einblick in die laufenden Arbeiten.
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Plangenehmigungsverfügung für Bypass Luzern liegt vor

02.06.2025 | UVEK erteilt Plangenehmigung
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat für das Projekt A2/A14 Gesamtsystem Bypass die Plangenehmigung verfügt. Es sieht unter anderem vor, den Transitverkehr vom lokalen Verkehr zu trennen und durch einen neuen Tunnel am Zentrum Luzerns vorbeizuführen. Die heutige Strecke der A2 zwischen Ibach und Grosshof (Sonnenbergtunnel) steht dann als Stadtautobahn für den lokalen Verkehr zur Verfügung, was wiederum zu einer Entlastung in der Stadt- und Agglomeration führt.
Im November 2016 wurde das generelle Projekt A2/A14 Gesamtsystem Bypass Luzern durch den Bundesrat genehmigt. Im Sommer 2020 wurde das Ausführungsprojekt öffentlich aufgelegt und damit das Plangenehmigungsverfahren eingeleitet. Nun liegt die Plangenehmigungsverfügung, also die Baubewilligung, für den Bypass Luzern vor.
Regierungspräsident Fabian Peter ist erfreut: «Ich bin sehr froh, dass wir im Projekt Bypass einen weiteren Meilenstein erreicht haben. Wir brauchen an dieser neuralgischen Stelle in Luzern eine Trennung von Transit- und örtlichem Verkehr auf der Autobahn. Das wird für die Strassen der Stadt Luzern und der Agglomeration eine echte Entlastung bringen. Wir hoffen, dass der Baubeginn möglichst bald erfolgen kann.»
Im Idealfall könnten die Vorarbeiten 2025 beginnen. Der mehrheitlich unterirdische Tunnelbau am Bypass kann parallel zum laufenden Betrieb ausgeführt werden und wird den Verkehr auf der Autobahn A2 kaum zusätzlich belasten.
Entlastungsprojekt Bypass Luzern
Das Nationalstrassenprojekt «A2/A14 Gesamtsystem Bypass Luzern» ist ein Schlüsselprojekt für den Bund, den Kanton und die Stadt Luzern. Es sieht einen neuen Tunnel-Bypass mit zwei Röhren und je zwei Fahrstreifen zwischen den Gebieten Ibach in Luzern Nord und Grosshof in Kriens vor. Damit kann der internationale und nationale Transitverkehr getrennt an der Stadt Luzern vorbeigeführt werden. Die heutige A2 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Autobahnanschluss Luzern–Kriens (Sonnenbergtunnel) wird so für den lokalen Verkehr zur Verfügung stehen und zu einer Stadtautobahn umfunktioniert. Dies wird die Strassen in der Stadt und der Agglomeration entlasten.Im Norden wird der Abschnitt der A14 ab der Verzweigung Rotsee bis Anschluss Buchrain mit je einer zusätzlichen Spur auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Deshalb wird der Tunnel Rathausen mit einer dritten Röhre erweitert und die Bauwerke werden an der Verzweigung Rotsee angepasst.
Zusammen mit dem Wachstumsprojekt Durchgangsbahnhof Luzern wird der Bypass zur grossen Chance für die Mobilität im Raum Luzern. Die Kosten von 1,7 Milliarden Franken (Preisbasis 2018) für das Projekt Bypass Luzern trägt der Bund. Es ist eine Bauzeit von rund 15 Jahren inklusive Vorbereitungsarbeiten vorgesehen.
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Ergebnisse Testplanung Überdeckung A2 Luzern-Süd

12.01.2024 | Ergebnisse Testplanung Überdeckung A2 Luzern-Süd
Jetzt liegen die Ergebnisse der Testplanung zur offenen Strecke der Autobahn A2 in Kriens vor.
Die Planungsteams schlagen an drei Standorten Überdeckungen vor.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA – vertreten durch Direktor Jürg Röthlisberger –, der Kanton
Luzern, die Stadt Kriens und der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus haben die Ergebnisse
präsentiert. Die gemeinsam finanzierte Testplanung hat untersucht, wie die Autobahn A2 verträglich in
den Stadtraum integriert werden kann. Statt eine vollständige Einhausung schlagen die
Planungsteams unabhängig voneinander Überdeckungen an drei Standorten vor.
In einer nächsten Phase wird das anzustrebende Zielbild geschärft, die planungsrechtlichen
Voraussetzungen erarbeitet, die Machbarkeit der Massnahmen rund um die Autobahn geprüft und die
Finanzierung geklärt. Die Ergebnisse der Testplanung können vom 12. bis 26. Januar 2024 in einer
Ausstellung im Krienser Bell-Areal besichtigt werden.
Das Gesamtsystem Bypass befindet sich derzeit in der Bewilligungsphase. Sowohl die Testplanung als
auch die weiteren Arbeiten erfolgen unabhängig vom laufenden Plangenehmigungsverfahren (PGV).
Weitere Informationen:
− Medienmitteilung des Kantons Luzern
− Ergebnisse der Testplanung
− Stadt Kriens -
A2 Bypass Luzern, öffentliche Planauflage

02.06.2020 | A2/A14 Bypass Luzern, öffentliche Planauflage
Das Gesamtsystem Bypass Luzern wird vom 8. Juni bis am 7. Juli 2020 öffentlich aufgelegt. Das Ausführungsprojekt ist im Gelände ausgesteckt.
Vor Luzern treffen bei der Verzweigung Rotsee die Verkehrsströme der nationalen Nord-Süd-Achse A2 sowie der A14 von Zürich–Zug zusammen. Diese überlagern sich auf der Stadtdurchfahrt mit dem regionalen und lokalen Ziel- und Quellverkehr. Bereits heute ist die Kapazitätsgrenze zu den Hauptverkehrszeiten erreicht. Mit der zu erwartenden Verkehrszunahme wird sich die Situation weiter verschärfen. Um diesen Engpass zu beseitigen, wurden Lösungsvarianten auf ihre Machbarkeit und Zweckmässigkeit hin untersucht. Aufgrund der umfangreichen Untersuchungen wird das Gesamtsystem Bypass Luzern als beste Lösung beurteilt.
Im Herbst 2016 wurde das generelle Projekt vom Bundesrat genehmigt. Anfang 2017 ist mit der Erarbeitung des Ausführungsprojektes Bypass Luzern gestartet worden, welches vom 8. Juni bis am 7. Juli 2020 an folgenden Orten öffentlichen aufgelegt sein wird:
Kanton Luzern
Dienststelle Raum und Wirtschaft, Murbacherstrasse 21, 6002 Luzern
Gemeinden
Buchrain Gemeindeverwaltung, Hauptstrasse 18, 6033 Buchrain
Ebikon Gemeindeverwaltung, Riedmattstrasse 14, 6031 Ebikon
Emmen Gemeindeverwaltung, Rüeggisingerstrasse 22, 6021 Emmenbrücke
Hergiswil, Gemeindeverwaltung, Seestrasse 54, 6052 Hergiswil
Horw Gemeindeverwaltung, Gemeindehausplatz 1, 6048 Horw
Kriens Stadtverwaltung, Planungs- und Baudienste, Stadtplatz 1, 6010 Kriens
Luzern Stadtverwaltung, Tiefbauamt, Industriestrasse 6, 6005 Luzern
Rothenburg Gemeindeverwaltung, Stationsstrasse 4, 6023 Rothenburg
Die Planunterlagen sind während der Auflage zusätzlich auf der Homepage des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements des Kantons Luzern einsehbar unter:
https://www.lu.ch/verwaltung/BUWD, Bekanntmachungen und Planauflagen
Kontakt
Esther Widmer, Beauftragte Information und Kommunikation ASTRA, Tel. 058 482 75 06
