• 01.03.2018  | A2 Gesamtsystem Bypass Luzern, erste Resultate der städtebaulichen Potentialanalyse vorgestellt

    Im Rahmen der Vernehmlassung zum generellen Projekt des Gesamtsystems Bypass Luzern hat der Gemeinderat Kriens im Auftrag des Einwohnerrates und in Abstimmung mit dem Komitee «Bypass – so nicht» Rückmeldungen zu verschiedenen Teilgebieten gemacht. Ein zentraler Punkt war die Forderung nach maximaler Eindeckung zwischen dem Portal des Bypass-Tunnels am Sonnenberg und dem Tunnel Schlund. 

    Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat als Bauherrin im generellen Projekt deshalb eine Verlängerung der Fahrbahn-Überdeckung bis zum heute bestehenden Anschluss Kriens auf-genommen. Die Ausgestaltung dieses überdachten Portalbauwerkes wurde mittels eines Projektwettbewerbs ermittelt. Das Siegerprojekt wurde im Herbst 2017 der Krienser Bevölkerung vorgestellt. 

    Für den verbleibenden Abschnitt der offenen Linienführung zwischen diesem neuen Tunnelportal und dem Nordportal des Tunnels Schlund wird zurzeit eine städtebauliche Potenzialanalyse durchgeführt. Ziel der Analyse ist es, auszuloten, wo und in welcher Form städtebaulich aufwertende Massnahmen entlang der A2 möglich sind. Finanziert wird diese Potentialanalyse je zu gleichen Teilen durch die Gemeinde Kriens, den Kanton Luzern und das Bundesamt für Strassen. 

    Im Fokus stehen Massnahmen, die das Gebiet aussenräumlich besser vernetzen, Aufenthaltsqualität schaffen und ein gutes Kosten-/Nutzenverhältnis aufweisen. Für die Gemeinde Kriens ist es insbesondere wichtig, dass Massnahmen geprüft werden, welche die Trennwirkung und die Lärmimmissionen der Autobahn reduzieren. Im Rahmen der Analyse sollen auch Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden. 

    Am 28. Februar 2018 wurden den Vertretern der Parteien, der Einwohnerrats-Fraktionen, des Gewerbes, der Quartiervereine und des Komitees „Bypass – so nicht“ erste Resultate vorgestellt. Informiert wurden Sie von Vertretern des Bundesamts für Strassen, des Kantons Luzern und der Gemeinde Kriens. 

    Folgende Vorschläge und Feststellungen der städtebaulichen Potentialanalyse wurden vorgestellt: 

    • Zu den möglichen Massnahmen zählen Vorgaben an die Bebauung entlang der Nationaltrasse sowie punktuelle Überdeckungen. Diese Überdeckungen könnten im Bereich der Arsenalbrücke und beim Nordportal Tunnel Schlund liegen. Sie dienen der Aufwertung der unmittelbar angrenzenden Areale sowie der Verbesserung von querenden Verbindungen. 
    • Die Finanzierung kann unter anderem über die Mehrwertabschöpfung aus dem zusätzlichen Bebauungspotenzial erfolgen. Als Instrument zur Raumsicherung dient die Richtplanung. 
    • Wichtig ist aus Sicht der Planer die Tatsache, dass sämtliche Massnahmen vom Projekt Gesamtsystem Bypass Luzern unabhängig sind. Entsprechend wäre auch eine Realisierung vor, während oder nach dem Bau des Bypass-Tunnels möglich. 

    Bis zum Sommer 2018 werden die Massnahmen vertiefter geprüft. Absicht der involvierten Beteiligten ist es, eine entsprechende Vereinbarung zu erzielen. 

    Für weitere Informationen 

    Bundesamt für Strassen ASTRA: 

    Esther Widmer. Beauftragte Information und Kommunikation, 058 482 75 06 

    Kanton Luzern, Dienststelle rawi: 

    Cueneyd Inan, Bereichsleiter Orts- und Regionalplanung, 041 228 51 86 

    Gemeinde Kriens 

    Cyrill Wiget, Gemeindepräsident, 041 329 64 60