• 31.01.2014Am Dienstagabend, 31. Januar 2013, fand ein Infoforum A2/A14 statt

    Generelles Projekt Gesamtsystem Bypass Luzern statt. Anlässlich dieser Veranstaltung wurden Vertreterinnen und Vertreter der Kantone Luzern, Nidwalden und Obwalden, der Agglomerationsgemeinden von Luzern, der politischen Parteien, Quartiervereine, verschiedener Kommissionen und Verbände über den Projektstand und das weitere Vorgehen informiert. 

    Rund 120 geladene Gäste fanden sich am Dienstagabend im Südpol Kriens zur Informationsveranstaltung ein. Jürg Röthlisberger, stellvertretender Direktor ASTRA, Thomas Kloth, Projektleiter Gesamtsystem Bypass Luzern, ASTRA-Infrastrukturfiliale Zofingen, Robert Küng, Regierungsrat Kanton Luzern, Rolf Bättig, Kantonsingenieur Luzern und Adrian Borgula, Stadtrat Luzern, informierten über das Projekt A2/A14 Gesamtsystem Bypass und das kantonale Projekt Spange Nord. 

    Als erster Referent stellte der stellvertretende ASTRA-Direktor Jürg Röthlisberger das Gesamtsystem Bypass Luzern in einen gesamtschweizerischen Kontext. Die Strasse sei mit Abstand der bedeutendste Verkehrsträger, rund 80 Prozent des Personen- und weit über 50 Prozent des Güterverkehrs werden auf der Strasse abgewickelt. Das schweizerische Nationaltrassennetz – welches durch den Bund gebaut, betrieben und unterhalten wird – stellt dabei das Rückgrat des Strassennetzes dar. Dieses umfasst die Strassenverbindungen von gesamtschweizerischer Bedeutung und dient insbesondere einer sicheren und wirtschaftlichen Abwicklung des Verkehrs. Die steigende Mobilität sei eine zunehmende Herausforderungen an die Infrastruktur und deren Betreiber, betonte Röthlisberger. So existierten im be-stehenden Nationalstrassennetz an verschiedenen Stellen Engpässe, die gravierendsten führten auch ausserhalb der Spitzenstunden zu stockendem Verkehr und zu Staus. 

    Zur Beseitigung dieser Engpässe werden mit dem Infrastrukturfonds 5,5 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt. Röthlisberger erläuterte weiter, dass die A2/A14 im Raum Luzern Teil des Engpassprogrammes sei. In der Programmbotschaft zur Engpassbeseitigung vom No-vember 2009 ist dieser Abschnitt und das Gesamtsystem Bypass Luzern dem Modul 3 zu-geordnet. (Modul 1: seit Herbst 2010 freigegeben, 1,36 Mia.CHF, Crissier, Härkingen–Wiggertal, Nordumfahrung Zürich, Blegi–Rütihof. Modul 2: vordringlicher Bedarf, Regionen Genf, Lausanne, Bern, Zürich–Winterthur, St. Gallen, Basel, Lugano–Melide-Bissone. Modul 3: erweiterter Bedarf, bislang nicht finanziert. Modul 4: definitiv zurückgestellte Projekte.) 

    Thomas Kloth, Gesamtprojektleiter, ASTRA-Infrastrukturfiliale Zofingen, erläuterte den Anwesenden den Projektstand und das weitere Vorgehen Gesamtsystems Bypass Luzern. Neben der Gesamtübersicht, der Ausgangslage und dem Terminprogramm zeigte er anhand mehrerer Folien die – gegenüber der Zweckmässigkeitsbeurteilung – Neugestaltung der Verkehrsführung im Bereich Sonnenbergtunnel Portal Süd/Grosshof auf. Die Trennung von Transit- und Stadtverkehr im Tunnel und vor dem Anschluss Luzern-Kriens und die höhere Siedlungsverträglichkeit mit geringem Landbedarf seien unter anderem ausschlaggebend für die positive Zustimmung der Arbeitsgruppen Städtebau gewesen, sagte Kloth. 

    Ziel des Gesamtsystems Bypass Luzern ist der Kapazitätsausbau zur Sicherung der zukünftigen Funktionalität und damit die Beseitigung des Engpasses auf der Autobahn A2/A14. Im weiteren wird die Funktionalität der Anschlüsse an die Nationalstrasse sichergestellt und die Stadtautobahn und das Stadtzentrum entlastet. Nur dadurch kann der öffentliche Verkehr und der Langsamverkehr in der Agglomeration Luzern nachhaltig gefördert werden. Kloth betonte, dass der Bypass und die Spange Nord ihren Nutzen nur bei einer koordinierten Planung und Umsetzung entfalten. 

    Die Strategie und das Agglomerationsprogramm des Kantons Luzern waren die Referatsthemen von Regierungsrat Robert Küng. Den engen Zusammenhang der Spange Nord mit dem Bypass stellte Kantonsingenieur Rolf Bättig vor und Stadtrat Adrian Borgula zeigte den Bypass aus der Sicht der Stadt Luzern auf (siehe separate Medienmitteilungen Kanton Luzern). 

    Kontakt 

    Esther Widmer, Beauftragte Information und Kommunikation ASTRA, Tel. 062 745 75 06